Nach 10 Spielen erste Heimniederlage
SpG Tettau-Frauendorf - Senftenberger FC 1:3 (0:1)
Die Kicker haben in heimischen Gefilden gegen den Absteiger aus der Kreisliga, den Senftenberger FC, mit 1:3 verloren. Die Kreisstädter präsentierten sich als der erwartet schwere Gegner, denn in ihren letzten Begegnungen in dieser neuen Klasse verzeichneten sie achtbare Ergebnisse und belegen nun mit 16 Punkten hinter den Kickern den 6. Tabellenplatz. Die Senftenberger Haudegen waren mit 14 Spielern angereist, von denen 12 Spieler im Alter nahe 40 und über 40 Jahre waren. Nun registrierten die Kicker nach 10 Spieltagen die 1. Heimniederlage lernten die Taktik der Senftenberger und auch ihre Spielstärke kennen. Die Kicker gingen ihr Vorhaben, auch im 6. Heimspiel zu punkten, sehr couragiert an und spielten in der Anfangsphase noch geordnet mit. Das 1. Achtungszeichen setzte Franz König, der in der 12. Minute mit einem kapitalen Freistoß von 25 m halbrechter Position, der genau im langen Angel eingeschlagen wäre, doch der Keeper kratzte die Kugel mit letztem Einsatz aus dem Angel. Doch nach der Anfangsviertelstunde bekamen die routinierten Senftenberger Haudegen das Spiel und die Kicker immer besser in den Griff. lhre gut gestaffelte Abwehr war aufeinander abgestimmt und in den Zweikämpfen resoluter. Gerade in dieser Hinsicht konnte die Kicker-Defensive viel von den Gästen lernen. Dies zeigte sich auch im besseren Überbrücken der freien Räume und dem direkten Weg zum Tor, wobei die umständlich operierende Kickerabwehr immer wieder vor großen Problemen stand. So häuften sich für die Gäste auch die Tormöglichkeiten, in Führung zu gehen. Die größte und 100%ige Chance hatte der Senftenberger Alexander Jacob in der 24. Minute, der unangegriffen im Alleingang auf das Kickertor marschierte, aber am großartig reagierenden Robert Nicolaus scheiterte. Eine halbe Stunde konnten die Kicker das Spiel gegen die Kreisstädter offen halten, doch dann in der 32. Minute konnte der Topscorer der Senftenberger Nico Guroll das 0:1 erzielen. Auch in der Folgezeit bis zur Pause hatten die Gäste noch 2 Hochkaräter (davon 1 x Abseits) zu verzeichnen, wo die Kicker-Abwehr nicht im Bilde war. So blieb es bis zur Pause für die Kicker mit Glück beim 0:1-Rückstand, der auf eine Wende in der 2. Halbzeit hoffen ließ.Nach Wiederbeginn kamen die Kicker mit dem unbedingten Willen aus der Kabine zurück, das Spiel für sich zu entscheiden. Doch der Schuss ging nach hinten los, denn der Sekundenzeiger hatte noch keine volle Umdrehung gemacht, da waren die Kicker scheinbar noch mit dem ordnen ihre Reihen beschäftigt, da lagen die senftenberger nach 40 Sekunden mit ihrem 1. Angriff durch Nico Guroll mit 2:0 in Front. Die Kreisstädter hatten ihren Trumpf voll ausgespielt, der da hieß, resolutes schnörkelloses Spiel mit gestochenen Steilpässen für ihre Angreifer Nico Guroll und Marcel Balke, die sie zu nutzen verstanden. Dieser Treffer zum 2:0 beflügelte die Gäste mit einer merklichen Sicherheit, denn sie zeigten zwar ihren gewohnten Einsatzwillen, aber ihre gefährlichen Angriffs-Aktionen verebbten etwas. ln den nächsten 20 Minuten kombinierten die Kicker gefällig nach vorn. Doch so gut der Ball auch lief, in der torgefährlichen Zone kam immer wieder Sand ins Getriebe und so wurden die mitunter gut herausgespielten Chancen von den alten routinierten Haudegen der Senftenberger zu nichte gemacht. Dann folgte in der 69. Minute der 1:2-Anschlusstreffer durch einen Freistoß von 18 m halbrechter Position, den Franz König genau an der Mauer vorbei ins äußerste rechte Eck zirkelte. Danach versuchten die Kicker mit großer Laufbereitschaft die Gäste unter Druck zu setzen, dabei übersah der Referee in der 78. Minute eine 100%ige Strafstoßentscheidung, die vielleicht den Ausgleich gebracht hatte. Doch 4 Minuten später (82.) nutzen die Senftenberger ihre Konterchance und erhöhten durch Marcel Balke ihre Führung auf 3:1. Faktisch war das spiel für die Senftenberger damit gelaufen. Man muß aber auch einschätzen, dass alle Angriffe der Gäste, die sie aufbauten, sinnvoll und torgefährlich waren. Und hätte Robert Nicolaus nicht so gut und tollkühn gehalten, so wäre der Senftenberger Sieg sogar noch höher ausgefallen. Man muss aber auch der Kicker-Elf bescheinigen, dass sie an diesem für sie schwarzen Sonntag bis zum Abpfiff gekämpft haben.
Aufstellung: Robert Nicolaus - Paul Günther, Franz König, Avestin Wyatt Ränke, Martin Seidel (46./Tobias Oppelt), Sebastian Bär, Benjamin Ebert (71./Norbert Richert), Matthias Haarig (50./Jan Sarodnick), (c) Jerome Schmidt (76./Andreas Schmidt), Maximilian Köckritz, Maximilian Krüger
Tore: 0:1, 0:2 Nico Guroll (32.,46.), 1:2 Franz König (69.), 1:3 Michael Balke (82.)
Schiedsrichter: Daniel Scharnagel (Lauchhammer)
Die Kicker haben das Nachbarderby bei der DSV Schraden mit 4:3 gewonnen und damit den 1. Auswärtssieg in dieser Serie erkämpft. Dabei mußten die Kicker aber alles geben, um die 3 Punkte unter Dach und Fach zu bringen. Es reichte aber zu den erhofften drei Punkten und endete mit einer dem Spielverlauf entsprechenden Zitterpartie. Mit den unteren in der Tabelle angesiedelten Mannschaften hatten die Kicker schon in den vergangenen Spielserien einige unliebsame Erfahrungen gemacht. Auch diesmal sollten sie durch ein weiteres Kapitel bereichert werden. Das Spiel war für die Kicker zwar kein Glanz, doch die Bilanz bleibt weiterhin makellos, denn sie eroberten sich mit diesem Sieg den 3. Tabellenplatz zurück. Die Kicker agierten von Beginn an mit dem notwendigen Selbstvertrauen und waren in dieser Partie mit einer anderen Körpersprache präsent. Konzentriert und vorsichtig begannen sie das Spiel und wollten unter keinen Umständen in Rückstand geraten. So waren die ersten 10 Minuten vom gegenseitigen Abtasten geprägt. Doch danach wurde das Spiel lebendiger. Harte Zweikämpfe prägten das Geschehen. Die Aktionen der Kicker wurden dann in der 13. Minute mit dem Führungstor belohnt. Franz König, vor dem gegnerischen Strafraum in Ballbesitz, tanzte 2 Gegenspieler aus, drang in den Strafraum ein und erzielte von 12 m mit einem flachen scharfen Schuss die 1:0-Führung. In der 24. Minute kam es zu einem Freistoß von 18 m zentraler Position, den Guido Lesche mit vollem Power auf das gegnerische Tor schoss. Der Ball schlug wie eine Rakete unhaltbar zum 2:0 für die Kicker ein. In der 35. Minute kam die Heimelf durch einen Leichtsinnsfehler zum 1:2-Anschlusstreffer. Einen Einwurf der Platzherren von der linken Seite schätzte die Kicker-Abwehr harmlos und überheblich ein, denn keiner störte den Ball annehmenden Nikolas Opitz, der ungestört auf das Kickertor zulaufen konnte und den 1:2-Anschlußtreffer erzielte. Mit der Verletzung von Guido Lesche in der 38. Minute, der verletzt mit Verdacht auf eine Wadenbeinfraktur ausscheiden musste, trat für das Kicker-Spiel bis zur Pause eine Schockwirkung ein.
Die Kicker haben in heimischen Gefilden gegen das Tabellenschlusslicht, den Meuroer SV, mit 5:4 gewonnen. Die Meuroer behalten damit weiter die rote Laterne. Allzu überzeugend fiel der Sieg jedoch nicht aus. Verdient waren die 3 Punkte in jeder Hinsicht, weil die Kicker eine klar überschaubare Spielführung bewiesen. Erst in der Schlussphase schlug sich das Glückspendel auf die Seite der Kicker und machte das Spiel zu einem wahren Fußballkrimi. Die Kicker starteten sehr selbstbewußt in diese Partie und waren in der 1. Halbzeit die klar dominierende Mannschaft. So gab es fÜr den treuen Anhang kaum Zweifel, wer als Sieger den Platz verlassen wird. Mit vollem Einsatz übernahmen die Kicker die lnitiative und so gab es Chancen im Minutentakt. Einziges Mango in der Partie, die fast nur in Richtung des Gästetores lief, war die Chancenverwertung. Die Kicker vergaben in der 1. Hälfte mehr als ein Dutzend klarer Einschussmöglichkeiten. Das Spiel war gerade 5 Minuten alt, da kam es zu einer Serie von Eckstössen, die von der Gästeabwehr immer wieder ins Toraus befördert wurden. Beim 3. Eckstoss in Folge, den Benjamin Ebert vor das Tor schlug, köpfte Sebastian Kunze die Kugel zur 1:0-Führung der Kicker ein. Aber schon in der 13. Minute kamen die Gäste zum 1:1-Ausgleich. Ausgangspunkt war ein Ballverlust der Kicker am gegnerischen Strafraum, der zum Konter über die rechte Seite führte und der wieselflinke lbrahim Ismail Adam den 1:1- Ausgleich erzielte. Doch schon in der 19. Minute gingen die Kicker erneut in Führung. Franz König nahm im gegnerischen Halbfeld ein Zuspiel von Richard Schüler auf und kanonierte von 22 m halbrechter Position auf das gegnerische Tor, wo das Geschoss im langen Eck zum 2:1 einschlug. ln den weiteren 25 Minuten bis zur Pause gab es Chancen en Gros, wo durch überhastet und unüberlegtes Abspiel bis zur Pause ein höheres Halbzeitergebnis nicht zustande kam. Die Kicker bestimmten die Auseinandersetzung deutlicher als es das Halbzeitergebnis aussagt. So klang dieses 2.1-Halbzeitergebnis für die Meuroer etwas schmeichelhaft.
Die Kicker kassierten beim Neueinsteiger, der SpG Wormlage/Altdöbern II, eine deftige 1:7-Klatsche und kamen mächtig unter die Räder. Neueinsteiger deshalb, weil die Leitung von Rot-Weiß Warmlage ihre Mannschaft 2018/19 wegen Spielermangel vom Spielbetrieb zurückzog und 2024 mit der Reserve von Altdöbern eine Spielgemeinschaft gründete. Sie meldeten mit der Serie 2024/25 ihre Mannschaft für den Spielbetrieb in der 2. Kreisklasse an und wurden auf Anhieb Aufsteiger in die 1. Kreisklasse. Diese Spielgemeinschaft registriert auch in dieser neuen Spielklasse nach 7 Spieltagen noch ungeschlagen zu sein und belegt mit einem Spiel weniger den 2. Tabellenplatz. Die Kicker mussten in Wormlage bei häßlich regnerischem und stürmischem Wetter ihre Visitenkarte abgeben und mit einer deftigen 1:7-Klatsche nach Hause fahren. Ursachen waren viele individuelle Fehler, die in der Kicker-Abwehr gemacht und gnadenlos bestraft wurden. Und hätte Torwart Robert Nicolaus mit tollkühnem Einsatz und unwahrscheinHchen Reflexen nicht schlimmeres verhindert, wäre das Endergebnis noch höher ausgefallen. Bei den Platzherren waren die läuferischen Vorteile und das konsequente Nachsetzen der immer in Bewegung befindlichen Heimelf die Stellschrauben für diesen Sieg. Punktehoffnungen hatten sich die Kicker wohl kaum gemacht, denn immerhin fehlten in diesem Spiel einige wichtige Leistungsträger. Trotzdem begannen die Kicker ohne Respekt die Partie gegen die favorisierten Platzherren, die zudem noch in der 1. Halbzeit den starken Wind im Rücken hatten. Sie gingen aggressiv zu Werke, verengten geschickt die Räume vor dem eigenen Strafraum und mit einem gut aufgelegten Torwart hatten die Platzherren ganz schön zu tun, die Kicker in die Knie zu zwingen. So brauchten die Platzherren immerhin eine halbe Stunde, ehe sie in der 32. Minute durch einen Schuss aus der 2. Reihe von Willy Stephan zum 1:0-Führungstor kamen. Aber schon 4 Minuten später (36.) war eigentlich beim 2:0 der starke Wind der Torschütze, denn bei einem Eckstoß von der linken Seite, den Maik Becker vor das Tor schlug, drückte der starke Wind den Ball zum 2:0 ins äußerste lange Eck. Wieder nur 2 Minuten später (38.) führte ein Ballverlust in der Kicker-Abwehr, wo Maik Becker der Nutznießer war, zum 3:0 und so waren schon zum Pausentee die Messen gesungen.
Die Kicker haben mit einer stark ersatzgeschwächten Elf gegen den VfB Klettwitz knapp mit 3:4 verloren. Mit nur 11 Spielern und keinem Ersatzmann auf der Bank mussten die Kicker in die Höhle des Löwen antreten. Sie reisten mit gemischten Gefühlen nach Klettwitz, denn nur die Hälfte der Stammelf war an Deck. lmmerhin fehlten gegenüber der Besetzung zur Vorwoche mit Tommy Eifler, Maximilian Krüger und Avestin Ränke alle 3 Fußballkücken sowie Jerome Schmidt, Frederik Schützel, Richard Schüler, Nobert Richert und Matthias Haarig. Hinzu kommen noch die beiden Langzeitverletzten Peter Juhrig und Jan Sarodnik. Nicht einmal die Hälfte der auflaufenden Spieler gehörten zum Stamm der Mannschaft. Man brauchte deshalb im Vorfeld kein Hellseher sein, um zu erahnen, wie das Spiel ausgeht. Und trotzdem haben sich die Kicker angesichts der Personalprobleme gut aus der Affäre gezogen. Der Sieg der Platzherren war zwar verdient, für die Kicker lag in der Schlußviertelstunde ein Punktgewinn im Bereich des Möglichen. Den deutlich besseren Start hatten die Klettwitzer. Sie boten das flüssigere Spiel und waren aggressiver in den Zweikämpfen. So kauften sie den Kickern schnell den Schneid ab und gingen schon nach 13 Minuten durch Andreas Münch mit 1:0 in Führung. Nur 3 Minuten später (16.) setzte der gleiche Spieler, Andreas Münch, mit dem 2:0 noch einen drauf und sorgte mit seinen beiden Treffern für eine schnelle 2-Tore-Führung. ln der 30. Minute führte ein Entlastungsangriff der Kicker zu einem Eckstoß von der rechten Seite, den Andreas Schmidt mit Effet hoch vor das gegnerische Tor schlug, der Ball senkte sich am langen lnnenpfosten und sprang zum 2:1-Anschlusstreffer ins VfB-Gehäuse. Dann wieder nur 3 Minuten später (33.) war Alexander Werner im Glück, als sein harmloser Schuss von der rechten Seite an den langen lnnenpfosten trudelte und zum 3:1 ins Kicker-Gehäuse sprang. ln den restlichen 12 Minuten bis zum Pausentee blieben die Klettwttzer zwar weiter spielbestimmend, aber alle erspielten Tormöglichkeiten wurden die Beute von Torwart Robert Nicolaus.