Remis im umkämpften Nachbarderby

SpG Tettau-Frauendorf vs. DSV Schraden   3:3 (2:1)

2026 06 07 SchradenDie Kicker haben von diesen 10 Rückrundenspielen in der Vorwoche eine einzige Niederlage hinnehmen müssen. Auch in diesem vorletzten Spiel der zu Ende gehenden Serie blieben sie im Nachbarderby gegen den DSV Schraden unbesiegt und teilten sich in einem umkämpften 3:3-Unentschieden die Punkte. In einem hitzig geführten Kampfspiel erwies sich der Tabellenvorletzte als weit widerspenstiger als erwartet wurde. Ein insgesamt ausgeglichenes und umkämpftes Spiel ließ lange offen, wer als Sieger vom Platz geht. 171 zahlende erwartungsvolle Zuschauer lockte das hoch brisante Nachbarschaftsderby ins Tettauer Sportzentrum. Dass die Schradener mit gleichen Motivationen angetreten waren, konnte man sofort nach den Angriffen an ihrer selbstbewussten Spielweise erkennen. Keiner wollte einen Fehler machen und so gab es in den ersten 20 Minuten ein verteiltes Spiel zwischen den Strafräumen. Dabei kamen die Kicker gut ins Spiel und konnten nach dieser Anfangsphase in der 20. Minute mit 1:0 in Führung gehen. Eine hohe Steilvorlage von Guido Lesche in den gegnerischen Strafraum, die vom Gegenspieler Erik Päckert unterlaufen wurde, erreichte Franz König, der den Ball annahm und bei der Drehung mit dem Ball ausrutschte, aber gedankenschnell stieß er den Ball mit der Hacke am herausstürzenden Keeper vorbei und der Ball rollte ins gegnerische leere Gehäuse. Dann neutralisierten sich die beiden Mannschaften mehr und mehr. Die Zweikämpfe wurden intensiv geführt und bei Ballverlusten sofort wieder nachgesetzt. Auch in der Folgezeit mischten die Schradener mit ihrer Spielweise fleißig mit und die Kicker-Abwehr sah sich immer wieder gefährlichen Kontern ausgesetzt. 4 Minuten vor der Pause (41.) kam es bei einem Angriff der Kicker zu einer Schradener Fehl-Rückgabe auf ihren Torwart, die der Keeper verpasste und der Ball in Richtung leeres Tor rollte. Im Sprint mit dem Torwart zu dem ins Tor rollenden Ball war Franz König der Schnellere und stieß die Kugel aus Nahdistanz zum 2:0 ins Gehäuse. Eine Minute vor der Pause (44.) kamen die Schradener durch Niklas Kothe noch zum 2:1-Anschlusstreffer. Aber postwendend hätte Guido Lesche den alten 2-Tore-Abstand wieder herstellen können, denn vom Anstoßpunkt weg bot sich für ihn eine Riesen-Chance, doch sein Schuss pfiff nur Millimeter am langen Pfosten vorbei.
Nach dem Wechsel bot sich Sekunden nach dem Anpfiff eine erneute Großchance für die Kicker Franz König stiefelte mit dem Ball auf der linken Seite bis fast zur Torauslinie und flankte vor das Tor, der Ball rollte 1 m parallel vor der Torlinie entlang und Maximilian Krüger verpasste, am 2. Pfosten lauernd, den Ball ins Gehäuse zu stossen. Stattdessen schafften die Schradener in der 54. Minute durch Nikolas Opitz den 2:2-Ausgleich. Doch die Freude über den Ausgleich währte nicht lang, denn nur 4 Minuten später (58.) wurde Guido Lesche am gegnerischen Strafraum in halbrechter Position angespielt und schoss mit dem linken Fuss auf das Tor, der Torwart konnte die Kugel nicht festhalten und rollte zur erneuten 3:2-Führung über die Torlinie. In der 64. Minute nahm das Schicksal seinen Lauf. Von der linken Seite schoss Yannick Herfurth einen Flatterball auf das Kicker-Tor, der Ball sprang Torwart Robert Nicolaus, am kurzen Pfosten stehend, an die rechte Schulter und von dort zum 3:3-Ausgleichstreffer ins Gehäuse. Es sind immer noch die einfachen Fehler und unerklärlichen Unkonzentriertheiten, die dem Gegner zu ihren Treffern verhalfen. Die Schradener wollten nun noch mehr, allerdings sollten sich auch hier nicht die großen Tormöglichkeiten ergeben. So kam in der Schlussviertelstunde noch einmal Spannung ins Spiel. Beide Kontrahenten zerrten an den Ketten, um den Siegtreffer zu landen. Mit jedem Spielzug, jedem Eckstoß und Freistoß keimte zwar noch einmal Hoffnung auf, aber von Minute zu Minute verlor sich jegliche spielerische Linie und so blieb es bei der umkämpften Punkteteilung. Wenn auch zwischen beiden Kontrahenten in dieser zu Ende gehenden Serie unterschiedliche Tabellenplatzierungen bestehen, muss man aber den Schradenern eingestehen, dass sie sich diesen Auswärtspunkt verdient haben.

Aufstellung: Robert Nikolaus - (c) Norbert Richert, Paul Günther, Jan Sarodnick, Franz König, Guido Lesche, Benjamin Ebert (70.\ Avestin Wyatt Ränke), Maximilian Krüger, Andreas Schmidt (65.\ Matthias Haarig), Maximilian Köckritz, René Streich

Tore: 1:0, 2:0 Franz König (20./41.), 2:1 Nikals Kothe (44.), 2:2 Niklas Opitz (54.), 3:2 Guido Lesche (58.), 3:3 Yannik Herfurth (64.)

Schiedsrichter: Andreas Giebitz (Lauchhammer)